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Welche Gesichtsmasken gegen eine Ansteckung helfen

Welche Gesichtsmasken gegen eine Ansteckung helfen

Gesichtsmasken welche Maske hilft?

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie wird weltweit diskutiert welche Maßnahmen notwendig sind, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen. Relativ schnell in die Debatte kam auch das Tragen von Mundschutzmasken. Während in vielen asiatischen Staaten Mund- und Nasenmasken als Reaktion auf COVID-19 vom Großteil der Bevölkerung auch ohne eine zentrale Verpflichtung in ihren Alltag integriert worden sind, scheute sich der Westen seit Beginn der Coronakrise lange davor eine bundesweite Maskenempfehlung auszusprechen.

Wie sinnvoll ist die Maskenpflicht?

Zu Beginn der COVID-19 Ausbreitung in Deutschland hielten Experten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für unnötig. So vermeldete das Robert-Koch-Institut, dass es keinerlei Belege dafür gäbe, dass ein Mundschutz das Ansteckungsrisiko für eine gesunde Person signifikant verringere. Die gute Eindämmung der Neuinfektionen in Ländern wie Taiwan und Südkorea, oder auch die Meldung, dass die Stadt Jena seit Einführung der Maskenpflicht keine Neuinfektionen vermeldet, führte über einige Holpersteine jetzt zu einer Neubewertung der Situation: Ab dem 27.04.2020 gilt in Deutschland bundesweit die Maskenpflicht. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt jetzt das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) im öffentlichen Raum, um Risikogruppen zu schützen und die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Diese Maßnahme wird begründet mit der zunehmenden Evidenz, dass Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, das Virus schon ein bis drei Tage bevor sie selbst Symptome entwickeln ausscheiden können und das ein hoher Anteil an Übertragungen auf diesem Wege erfolgt.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung dient also in erster Linie dem Fremdschutz: Das Risiko eine andere Person beim Sprechen, Niesen oder Husten über infektiöse Tröpfchen anzustecken, wird durch das Tragen einer textilen Barriere, welche die Tröpfchen abfängt, verringert. Die Mund-Nasen-Maske dient eingeschränkt auch dem Eigenschutz, indem der häufige Griff an Mund und Nase, und damit das Risiko einer Schmierinfektion gemindert wird. Zu kaufen gibt es jetzt eine ganze Bandbreite an Maskenmodellen.

Welche Masken helfen gegen eine Ansteckung

Welche Masken schützen vor dem Corona Virus?

Chirurgische Gesichtsmasken

Chirurgische Mundmasken werden in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen verwendet. Diese Masken bestehen aus mehreren Lagen Vlies und Papier und sollen verhindern, dass Tröpfchen mit Erregern aus dem Atemtrakt von Chirurgen in das Operationsgebiet gelangen. Chirurgische Masken halten größere Partikel ab, verfügen aber nicht über geeignete Filter, um vor Viren zu schützen. Zudem handelt es sich hierbei um Einwegmasken, die nur einmal verwendet werden dürfen. Wie jede Mund-Nasen-Bedeckung können sie also auch unter Umständen gegen eine Schmierinfektion schützen.

FFP Atemschutzmasken

Halbmasken oder Feinstaubmasken, die Partikel aus der Luft filtern, nennen sich FFP-Masken. Das Kürzel steht für „filtering face piece“. Feinpartikelmasken bestehen teilweise oder ganz aus nicht auswechselbarem Filtermaterial und reduzieren infektiöse Aerosole in der eingeatmeten Luft. FFP-Masken werden in drei verschiedene Schutzklassen eingeteilt, die sich in ihrer Durchlässigkeit unterscheiden. Atemschutzmasken schützen vor Staub, Rauch und Flüssigkeitsnebeln (Aerosol), nicht aber vor Gas und Dampf.

FFP1: Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1 filtern mindestens 80% von Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm und schützen so vor ungiftigen und nicht-fibrogenen Stäuben, wie z.B. Zellstoff, Gips, Zement oder Pollen.

FFP2: Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 eignen sich für Umgebungen, in denen sich gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe in der Luft befinden. Sie schützen vor festen und flüssigen gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen. FFP2 Atemmasken müssen mindestens 94 % der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm auffangen.

FFP3: Diese Schutzklasse filtert mindestens 99,5 % von Partikeln einer Größe von 0,6 μm. FFP3 Atemschutzmasken filtern giftige, krebserregende und radioaktive Stoffe und Mikroorganismen (wie Viren, Bakterien und Pilze) aus der Atemluft.

Während der SARS Pandemie 2002/2003 wiesen einige Studien für FFP3 Masken einen gewissen Schutzeffekt nach. Das Robert Koch Instititut (RKI) empfiehlt zur Behandlung und Pflege von Patienten mit einer COVID-19 Infektion mindestens den Einsatz von FFP2 Masken. Der Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin zweifelt jedoch an der Alltagstauglichkeit dieser Mundmasken: Die Filter der FFP Masken sind sehr dicht, sodass diese Masken nur für kurze Zeit getragen werden können und für Asthmatiker und Menschen mit chronischer Lungenerkrankungen ungeeignet sind. Auch Menschen, die schnell in Panik geraten, sollten von FFP Masken absehen. Damit eine Marktkonkurrenz zwischen Kliniken und Bürgern vermieden wird, müssen FFP Masken dem Klink- und Pflegepersonal vorbehalten bleiben – besonders in Hinblick auf knappe Ressourcen und aktuellen Lieferschwierigkeiten von neuer Schutzausrüstung durch Bund und Länder.

Behelfsmasken

Für die Allgemeinheit, das heißt für Menschen, die nicht an vorderster Front mit der Betreuung von Patienten beschäftigt sind, reicht das Tragen von Behelfs-Mundschutz, den sogenannten Community Masken, die gekauft oder selbst gebastelt werden können. Der Behelfs-Mundschutz besteht aus Stoff und kann gewaschen und wiederverwendet werden. Die textile Barriere fängt Tröpfchen beim Husten, Sprechen oder Niesen ab (Fremdschutz) und verhindert auch den Griff an Mund und Nase (Eigenschutz). Bei feuchter Aussprache könnte ein Behelfs-Mundschutz grobe Tröpfchen des Trägers abhalten. Das Einatmen eines mittelgroßen Aerosols, welche in der Luft stehe wird aber wahrscheinlich nicht dadurch abgehalten. Hierzu gibt es teilweise gegenteilige Meinungen von RKI und DGKH (Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene). Behelfsmasken zeigen ihre Wirkung wenn sie von der Mehrheit genutzt werden: Wenn genügend Menschen Behelfsmasken im öffentlichen Raum tragen und auch richtig verwenden (Auf- und Absetzen nur mit Berührung der Schlaufen, kein Zurechtzupfen oder Tragen um den Hals; Wechsel bei Durchfeuchtung; muss eng anliegen), dann kann die Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung verlangsamt und Risikogruppen geschützt werden.

Mit der bundesweiten Maskenpflicht befürchten Institute wie das RKI und WHO, dass Träger von Behelfsmasken sich in einem falschen Sicherheitsgefühl wägen, was folglich dazu führe, dass Abstandsregeln etc. vernachlässigt werden. Behelfsmasken sind nur ein weiterer Faktor zur Minimierung der Viruslast und eine Ergänzung der bisherigen Vorsichtsmaßnahmen. Die Hand- und Hustenhygiene, das Einhalten der Abstandsregeln von 1,5 – 2m, Selbstisolierung sowie das frühzeitige Aufsuchen ärztlicher Hilfe bei COVID-19 typischen Krankheitssymptomen sind und bleiben die Grundpfeiler der Strategie gegen das neuartige Coronavirus.